|
Was mich beeindruckt hat bei unserer Begegnung ist die Entdeckung einer gemeinsamen
Sprache, die zwar in ihrer Form verschieden ist, in ihrem Inhalt, oder ihrem Wesen
aber gleich.
Damini, der Künstler, spricht in gemalten oder bearbeiteten Bildern, die in
ihrer Ausdruckskraft und Tiefe mehr beinhalten als ihre äußere Form
zunächst vermuten lässt.
Ich hingegen spreche aus meiner geistigen und esoterischen Bildung, in Worten die
genauso eine tiefere Bedeutung beinhalten als ihre äußere Form zunächst
offenbart.
Der Betrachter, oder der Zuhörer muß aber eine grundlegende Bereitschaft
und geistige Offenheit mitbringen um diese tiefere Ebene zu erfassen und die Botschaft
dessen was hier sozusagen symbolisch zum Ausdruck gebracht wird zu verstehen.
Ich sage das absichtlich um Ihre Neugierde zu wecken, und Ihre Aufmerksamkeit auf
eine Ebene zu lenken die ich als die Ebene der Wirklichkeit bezeichnen möchte.
Wirklichkeit ist nicht zu verwechseln mit der Realität die wir als offensichtlich
und materiell- greifbar erleben, wie z.B. ein Bild, Musik oder ein Gedicht. Als
Wirklichkeit ist hier gemeint, der unsichtbare Bereich des Lebens, der energetische
Bereich, aus dem die Wirkungen kommen welche dann die Realität bzw. die Form,
das materielle Bild, die Musik und das Gedicht hervorbringen und gestalten.
Wirklichkeit ist der Bereich den wir in der Astrologie das Energiefeld
bezeichnen, das die Physiker das Quantenfeld nennen, und die großen
Weisheitslehren das Feld des reinen Geistes.
Vielleicht sind Sie bereit, die Existenz dieser Wirklichkeit anzuerkennen, weil
Sie sie schon erfahren haben, oder weil Sie diese Ebene erfahren möchten weil
Sie spüren dass es da im Leben noch etwas geben muß, etwas das Sie zwar
nicht konkret benennen können, das Sie aber in ganz bestimmten gesegneten
Augenblicken wahrnehmen als etwas heiliges, als etwas das Sie tief im Herzen berührt.
Das Bild ist die geschaffene Realität, aber die Inspiration dazu kommt aus
dem Bereich der Wirklichkeit, aus dem Bereich des Unsichtbaren. Jener Bereich also
der Ursprung und Quelle ist für alle kreativen Prozesse und für alles
Geschaffene.
Es ist der Bereich in dem der Künstler sich eigentlich zu Hause fühlt.
So ist er immer auch ein Grenzgänger zwischen dieser materiellen Welt und
der Unendlichkeit. Das macht ihn so schmerzhaft unverstanden in einer Welt, die
vom Unendlichen nichts weiß.
Wenn aber der Anblick des Bildes etwas in Ihnen zum klingen bringt, dann findet
eine Resonanz statt, eine Kommunikation auf höherer Ebene sozusagen, nämlich
zwischen Ihrer Seele und dem Unbeschreiblichen. Und es ist nicht die Form des Bildes
selbst sondern sein inneres Wesen, das die Schwingung in Ihrer Seele erzeugt, flügelleicht,
wie Samen im Wind
..
Das sichtbar Bild ist das Symbol, der Ausdruck dessen was das Unsichtbare durch
den Künstler mitteilen will, es ist die Sprache die der Künstler benützt,
um zur Seele zu sprechen, das Herz zu berühren und eine Wandlung zu bewirken
.
Die Perfektion der Technik ist somit keine Frage der Schule oder der Ausbildung,
ja nicht einmal der Übung und des Fleißes, sondern sie ist eine Gabe,
die jenen innewohnt die die feinen Schwingungen des Geistes zu empfangen vermögen.
Im Grunde ist die Kunst eine Zwiesprache mit dem Universum. Und der Künstler
selbst ein Eingeweihter, denn er überbringt mit seinem Werk eine Botschaft
die nur dann verstanden werden kann wenn sie den Betrachter im innersten berührt.
Wenn wir nun die Werke von Markus Damini betrachten, finden wir zuerst eine große
Klarheit, Einfachheit und Direktheit mit der seine Bilder zum Betrachter sprechen.
Sie strahlen Ruhe und Harmonie aus und bezeugen die Schönheit und Selbstverständlichkeit
mit der auch alle vitalen und kreativen Prozesse in der Natur vonstatten gehen.
Das zeigt uns z.B. dass wir all unseren Stress, unsere Sorgen und Mühen und
vor allem unser egobezogenes Tun beiseite lassen können, denn all das was
im Leben geschieht, egal ob auf der individuellen oder kollektiven Ebene, vollzieht
sich nach den gleichen Gesetzen wie alle Manifestationen im Kosmos: und zwar, mühelos,
reibungslos und absolut im Sinne des Ganzen, mit oder ohne unser Zutun, mit oder
ohne unserer Zustimmung.
So sehen wir auch hier in den Bildern, jedes Werk in sich ein komplexes Ganzes,
gleich dem Mechanismus der Schöpfung, welcher der Einfachheit der natürlichen
Abfolge von Werden und Vergehen, von Licht und Schatten, von Sein und Nicht-sein
, der Urdynamit des manifesten Lebens also, sichtbare und erkennbare Formen verleiht.
Der Kreis, die Sonne, die Null, das Ich, oder die Pusteblume, eine Kugel, ein Stern,
es ist das Urmodell des Kosmos das hier gezeichnet ist. Es sind Symbole für
Ganzheit, Symbole für Ewigkeit, für Vollkommenheit
..
Das Urenergiefeld das aus dem Nichts entsteht und in das Nichts zurückkehrt,
ist wie eine Welle im Meer, die kommt und geht und in dieser unendlichen Bewegung
das Gleichgewicht symbolisiert das alles Lebendige durch die Polaritäten bewegt,
Tag und Nacht
.Ebbe und Flut, Plus und Minus
Der Kreis als das Symbol des Augenblicks zeigt das Hier und Jetzt, und das ist
alles was ist, was jemals war und was sein wird, nämlich Bewußtsein.
Wenn dieses Bewusstsein im Menschen aufbricht erkennt er was Leben wirklich ist:
reine immerwährende Freude, lebendige, permanente Aufmerksamkeit für
die Schönheit und Intelligenz des reinen Seins.
Interessantes Element in den Werken von Damini ist der Spiegel. Er stellt jenes
Element dar in dem das Denken sich selbst erkennt, in dem der Denker sich selbst
erlebt, und immer wieder nur sich selbst. Denn wenn Sie in den Spiegel schauen
können Sie immer nur sich selbst erkennen.
Was im Klartext nichts anderes bedeutet als dass jedes Urteil das eine denkender
Geist abgibt nur immer wieder seinen eigenen inneren Zustand beschreibt und somit
jede Objektivität als Illusion entlarvt.
Wenn also das Bewusstsein sich im Spiegel der Erscheinungen betrachtet, erkennt
es die Welt als Bild seiner selbst. Dann löst sich der Denker auf und der
Beobachter bezieht Stellung. Das Ich stirbt und wird im Selbst wiedergeboren. Wenn
das geschieht, und es geschieht durch die Wandlung, dann werden wir erst wissen
was Liebe ist.
Lassen Sie sich also berühren von den Formen und Bildern, von den Texten und
der Musik, dann kann Transformation stattfinden und es ist wie ein Wechsel von
der Ebene des Kopfes hin auf die Ebene des Herzens. Von der Peripherie hinein ins
Zentrum Ihres Lebens.
|
|
Räume zwischen Licht und Schatten
Markus Damini ist 1955 in Bozen geboren, lebt
und arbeitet heute in Brixen (Südtirol). Die Exponate der früheren Kreationen
auf Leder belegen seine Kulturreisen nach Südamerika und Indien, während
die neuen Arbeiten von philosophischen Ansätzen geprägt sind.
So ist sein persönliches Signet IO keineswegs
aus Übermut entstanden, sondern ist der Reflexion zwischen westlichen und
fernöstlichen Denkstrukturen entwachsen, ist zwischen These und Antithese
zur Synthese einer Überlegung geworden, in der Gegensätze sich aufzuheben
und sich zur erhabenen Harmonie zu verbinden scheinen, zu einem geistigen Kosmos,
der im Einklang von realen mit ideellen Strukturen übereinstimmt.
Auch die Pusteblume in ihrem zarten Lichtgrau
ist Teil dieses Kosmos und ein vielfach zu interpretierendes Symbol, zumal die
emblematische Grundstruktur, also Stängel und kugelförmiges Samenpaket,
wieder vom IO gebildet wird, also von den zwei Buchstaben I und O, die in ihrer
Majuskelschrift ebenso als die beiden Zahlen I (eins) und O (null) gelesen werden
können, als zwei Zahlenindikatoren mit gegensätzlichem Wertsystem. Die
Eins steht für eine mathematische Größe, während die Null
dazu im konträren Verhältnis steht, vergleichbar mit psychischen Vorgängen
des Seelenlebens in Verbindung mit Bewusstem und Unterbewusstem. Damini interpretiert
malerisch diese Gegensätze, während die moderne Individualpsychologie
und Tiefenpsychologie bemüht ist, die tiefen Schichten der menschlichen Psyche
mit Oberflächenphänomenen kausalgenetisch zu erklären.
Auch die Polarität von Plus und Minus ist
eine IO-Variation, ein künstlerisches Stilmittel im Sinne einer Metapher,
um Gegensätze bzw. Zusammenhänge zwischen Ratio und Irrationalem, zwischen
Licht und Schatten, zwischen Dynamik und Statik, zwischen dionysischer Hingabe
und strengem Formenbewusstsein oder zwischen anderen Gegensatzpaaren auszudrücken.
Wenn also das Schlüsselsymbol IO inhaltlich
und formal in verschiedenen Werken wiederkehrt, so wollen diese Selbstporträts
von Markus Damini in ihrem betont harmonischen Formenbewusstsein die Überlagerung
verschiedener Erlebnis- und Erkenntnisstufen andeuten.
Es sei auch erwähnt, dass der von Galileo
Galilei entdeckte Jupitermond IO neben unserer Erde der einzige Himmelskörper
unseres Sonnensystems ist, der vulkanische Aktivitäten aufweist, und dass
Damini während Wanderungen im Gebirge bei der Betrachtung der Natur manchmal
das Gespür empfindet, ein Besucher von einem anderen Planeten zu sein.
Dieser kurze und nur angedeutete Abriss soll
zeigen, wie Damini Grundfragen unseres Daseins künstlerisch aufgreift, indem
er dafür Symbole benützt, denn als zweistellige Zahl ist IO als auch
zehn zu lesen.
Bei Frühlingswanderungen wird die Pusteblume
von Kindern auch als neckisches und heiteres Spiel gebraucht, sich flockige Samenträger
gegenseitig ins Gesicht zu blasen, während der Erwachsene in der Kugelform
nicht nur die Idealform der Geometrie erkennt, sondern auch vergleicht, dass die
zahllosen Samenträger als Botschafter symbolhaft unterschiedliche Inhalte
weitertragen und so jeden Gartenzaun wie auch jede einseitige Mentalitätsgrenze
mit großer Leichtigkeit überwinden können. Der Künstler hat
auf seine Weise die delikate Pusteblume als Abbild der Natur zum vieldeutigen Paradigma
menschlichen Daseins erhoben.
Wie aus den Werken ersichtlich ist, spekuliert
Damini auf keinen vordergründigen Reiz, da sie zahlreiche intellektuelle Anspielungen
sowie Gegensatzassoziationen enthalten und eine geheimnisvolle Bedeutsamkeit vermitteln.
In der formalen und farblichen Spannung der Bildelemente sucht er eine universale
Wirkung symbolhaft zu begreifen. |
|
|
Mit seiner ganzen Existenz hat sich Markus
Damini der Suche nach seinem eigenen künstlerischen Ausdruck verschrieben.
Auf dieser Suche bleibt er nicht stehen, sondern lässt sich immer
neu beleben von seiner Beobachtung der ihn und uns alle umgebenden Wirklichkeit.
Da ist einmal die geschaffene Wirklichkeit der Natur, die sich in Millionen
von Einzelteile aufgliedern lässt. Aufgliedern, entschlüsseln
das möchte Damini auch in seinen Bildern: Er nimmt die auf
uns eindringenden Sinneswahrnehmungen unter sein "Künstler-Mikroskop":
So kommt es, dass er den Schall, die auf uns überall eindringenden
Laute, in Form strahlenförmig angeordneter Punkte darstellt. Ähnlich
verfährt er mit den Oberflächen von Schmetterlingen oder Reptilien,
ähnlich auch mit der Pusteblume ein neues Motiv seines Schaffens.
Da fühlt man sich von den in Tempera oder auf Leder geschaffenen Bildern
an Darstellungen in Physik- und Biologiebüchern erinnert- wenn auch
auf freundliche Weise verzaubert.
Damini experimentiert in seinen Bildern;
und dabei gehen in seinen aus der Natur gegriffenen Motiven weder das Schöne
noch seine ausgefeilte technische Fertigkeit verloren. Seine Bilder stehen
im größeren Zusammenhang der Beobachtung des Kosmos: So wollen
sie Anregung sein zum Nachdenken über die Entstehung der Wirklichkeit
oder darüber, dass in einer noch so kleinen und unscheinbaren Pusteblume
ein kleines Universum verborgen liegt mit seinen Bausteinen, physikalischen,
chemischen, biologischen. Oder zum Nachdenken darüber, dass Schall
einen kurzen Augenblick unseres Lebens darstellt, dass sich in jedem Augenblick
die ganze Ewigkeit widerspiegelt.
Sehr deutlich wird in den Bildern, dass
der Mensch zwar im Zusammenhang der Natur steht, also im Zusammenhang der
Schöpfung, aber dass ihm oft das von ihm selbst Geschaffene stärker
bewusst ist: die Maschinen, die Elektronik, das Erforschbare mehr als das
Unerforschbare. Das wird deutlich an der in Einzelteile "entschlüsselnden"
Darstellung der Dinge: Der Mensch möchte Herr der Wirklichkeit sein
und die Wirklichkeit durchforschen, in den Bereich des Erfassbaren, des
Zählbaren, des Berechenbaren bringen. Aber gerade darin im
scheinbar aufs letzte Erforschten entdeckt der Künstler einen
Zauber, eine geheimnisvolle, uns letztlich doch verborgene Wirklichkeit.
|
|
|
|
In der Malerei findet Damini den Sinn
des Lebens, den roten Faden im Leben. Es sei sein persönlicher Weg,
und durch die Bilder entwickle er sich weiter. Der Maler sieht seine Arbeit
als einen Versuch, die Wechselwirkung zwischen linker und rechter Gehirnhälfte
in Wort und Bild aufzuzeichnen. Das Bild, sei es gemalt oder fotografiert,
verkörpere laut Damini sowohl das Paradoxon als auch die gegenseitige
Wechselwirkung zwischen Sein und Schein oder Wunsch und Wirklichkeit. Unter
diesem Gesichtspunkt gesehen sei das Bild ein Spiegel, der das Bewusstsein
des Autors widerspiegle. In der Betrachtung, gleich dem Schauen eines Kindes,
werde das Bild (imaginär oder real) ein zeitloser Punkt, der das "persönliche
Ich" mit dem Universellen selbst vereint.
Die Natur als Vorbild
Bilder sind für Damini wie Blumen,
Ausdruck des Geistes, und so wie die Natur Blumen schafft, um Aufmerksamkeit
zu wecken, so ist es auch des Künstlers Absicht, Aufmerksamkeit zu
wecken und sein Ideen fortzupflanzen. Diese Fortpflanzung sei am besten
zu vergleichen mit einer Pusteblume (Daminis bevorzugtes Motiv), die ihre
Samen verbreitet. Die Pusteblume müsse gesehen werden als Metapher
für das menschliche Verhalten und ihre runde Form (der Kreis ist für
Damini die Perfektion) als die Vereinigung mit der Unendlichkeit.
Im Grunde ist alles Geometrie und Farbe
Die Materie reflektiert das Licht. Dies
ermöglicht es dem Menschen, sie durch Farbe und Struktur zu erkennen.
Farben haben für den Künstler ganz besondere Bedeutung: Blau
verkörpert Analyse und Poesie zugleich, vereint zwei Extreme in einem,
Blau beruhigt, während Rot die Sinne anregt und Gelb, unsere "Urfarbe"
und Ursubstanz aller Lebewesen, die Freude zum Ausdruck bringt.
Auf der Suche nach dem "Selbst"
Die Sprache findet ihren Ursprung und
ihre Seinsberechtigung aus einer inneren Notwendigkeit: der Suche nach
dem "Selbst". Tatsächlich sei dem Maler zufolge das meist
gesagte Wort "Ich". Erst die Wechselwirkung der Sprache mit der
optischen Wahrnehmung ergebe eine psychologische Wirklichkeit. Ursache
und Wirkung unserer Taten verstärken die Wechselwirkung zwischen Sein
und Schein, Wirklichkeit und Realität. Erst durch die Erkenntnis und
Erfahrung einer relativ bedingten Wahrnehmung und somit eines "Ich"
könne dieses als Spiegelbild transzendiert werden und zu einem universellen
"Selbst", einem "Miteinander" erkannt und gelebt werden.
Es sei schlussendlich der ursprüngliche Beweggrund eines jeden Künstlers
die (oft auch verzweifelte) Suche nach dem wahren "Ich" oder
Selbst.
|
|
|
|
Der Brixner Markus Damini malte jahrelang auf
Leder. Dazu entwickelte er neue Farben, die die Ledermaserung zur Geltung bringen
lassen. Geradezu perfekt und mit eigenwilligen Mustern und Formen winden sich fantastische
Krokodile über den kupferroten Untergrund. Hinter Glas gelegt und mit Kupfer
oder Blei verbundene Ränder wirken die Bilder in die alten Gemäuer (der
Engelsburg bei Neustift) hinein, um Transparenz und Ausklang frei zu halten. Er
sagt: "Das Bild kann atmen, das Auge wird nicht eingeengt".
Zu den geometrischen Formen führt es ihn
nach der "Lederphase". "Das Ich als Schicksalsrad / die Gedanken
sind Spiegelbilder die um das Selbst kreisen". "IO", so erklärt
Damini, setzt sich gleich mit Plus-Minus, Licht-Dunkel, voll und leer und spiegelt
schließlich die dem Menschen innewohnende Dualität wieder. Er betont
die Werte dazwischen. Gedanken sind wie Aspekte der sieben geometrischen Formen
bis zur Aufschlüsselung ins Nichts und Alles zugleich.
Wunsch und Wirklichkeit ist Wechselwirkung wie
Sein und Schein. In der reinen Betrachtung wird das Bild zum zeitlosen Punkt. Es
ist das Selbst, dem er damit Farbe gibt und Form, um im selben Augenblick in die
kosmische Weite einzugehen. In der Pusteblume findet er den Anschluss an die Natur
zu unseren Füßen. Die kosmischen Zeichen, die das naturgetreue Abbild
umschweben, sind Gedanken, Samen, die Frucht bringen mögen. Die Energien von
Wasser, Luft, Licht und Klang verwendet er in der energetischen Form, die alles
in Bewegung und Entwicklung hält. Alles spiegelt sich im Ich, und die Hand
zeichnet den Inhalt nach.
|